Christoph Harting: 4. ISTAF INDOOR „Spaß pur und eine tolle Plattform für unsere Sportart“

Für Cindy Roleder ist das ISTAF INDOOR ein „Hammer-Meeting“, Gina Lückenkemper fand es „supercool“ und Claudia Salman-Rath die Stimmung „gigantisch“. Kim Collins will wie viele andere auch im nächsten Jahr wieder in der Hauptstadt an den Start gehen. Das sagten die Sportlerinnen und Sportler nach ihren Auftritten beim 4. ISTAF INDOOR am 10. Februar in der Berliner Mercedes-Benz Arena:
 

Cindy Roleder (GER/60 m Hürden), Siegerin beim 4. ISTAF INDOOR (7,85 Sek./PB): „Es ist ein Hammer-Meeting, geile Stimmung. Ich wollte unbedingt das Triple und das habe ich geschafft. Der Lauf hat sich gut angefühlt – klar, bei Bestleistung. Ich habe nach dem Vorlauf gewusst, dass noch was geht. Die Konkurrenz und die Stimmung haben mich extrem gepusht. 7,85 Sekunden ist eine richtig gute Leistung. Jetzt komme ich in guter Form zu den Deutschen Meisterschaften. Dort wird es nicht einfach, denn Pamela hat sich heute wieder gesteigert. Wir sind auch in Europa vorne, Wahnsinn. Das zeigt, wie gut sich der deutsche Sprint gerade entwickelt. Mit und ohne Hürden. Mit Hürden haben wir auch junge Mädels, die Richtung 8,00 Sekunden laufen, das gab’s noch nie. Der Schwerpunkt im Training ist, die erste Hürde richtig zu treffen. Das Training ist auf die Hallen-EM aufgebaut.“ 


Pamela Dutkiewicz (GER/60 m Hürden), Zweite beim 4. ISTAF INDOOR (7,88 Sek./PB):
„Ich bin so happy. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist Wahnsinn, dass ich in so einen Bereich laufen kann. Es passiert einfach so. Dass ich meine Vorlauf-Zeit im Finale bestätigen kann, ist sehr schön. Denn normalerweise ist es so, dass dann erstmal Ballast abfällt. Aber ich habe mir gesagt, dass ich es anders mache als in Düsseldorf. Pause, wieder Spannung aufbauen und noch einen raushauen. Das hat super geklappt. Sally [Pearson] war früher mein Idol. Jetzt gegen sie zu laufen und sie noch zu schlagen, ist unfassbar. An der zweiten Hürde habe ich etwas geschlafen, der Rest war super.“ 


Balázs Baji (HUN/60 m Hürden), Sieger beim 4. ISTAF INDOOR (7,60 Sek./SB):
„Ich bin total glücklich, wirklich begeistert. Die Zuschauer sind großartig und ich wollte immer schon hierherkommen. Die Organisation ist super. Und jetzt, wo ich das erste Mal beim ISTAF INDOOR bin, gewinne ich gleich mit meiner Saisonbestleistung. Und das, obwohl ich mich nicht besonders gut vorbereiten konnte, weil ich eben erst meinen Abschluss an der Universität Budapest gemacht habe. Am Freitag werde ich dann offiziell Tiermediziner sein. Ich bin überglücklich.“ 


Erik BALNUWEIT (GER/60 m Hürden), Dritter beim 4. ISTAF INDOOR
(7,81 Sek.): „Ich bin froh über den dritten Platz. Der Lauf war einfach nur Krieg. Links und rechts habe ich Arme ins Gesicht bekommen. Aber ich habe den Kampf angenommen und zurückgepresst. Das war ganz in Ordnung. Ich bin gut in Form, es hat alles gepasst. Die Stimmung war wie immer super. Es ist mein liebstes Indoor-Meeting. Bei den Deutschen Meisterschaften ist es nicht mein Job, meinen Titel zu verteidigen, sondern einen neuen zu holen. Ich habe ein ordentliches Pfund drauf, nachdem ich vor fünf Monaten zwei Operationen hatte und erst wieder reinkommen muss.“ 


James Dasaolu (GBR/60 m), Sieger beim 4. ISTAF INDOOR (6,57 Sek./SB):
„Die Stimmung hier ist fantastisch. Ich war das zweite Mal beim ISTAF INDOOR dabei und ich liebe das, was ihr hier macht.“ 


Kim Collins (SKN/60 m), Zweiter beim 4. ISTAF INDOOR (6,59 Sek.): „
Ich bin echt enttäuscht. In Paris hatte ich mich verletzt, als ich gegen die Zielwand gerannt bin und der Aufprall mir bis in den Rücken durchgeschlagen ist. Aber ich habe heute im Rennen gemerkt, dass mein Körper wieder zurückkommt. Und all diese Jungs waren da, um mich zu schlagen. Ich wollte wirklich gewinnen, klar, will ich ja immer. Ob ich im nächsten Jahr wieder beim ISTAF dabei sein möchte? Ich muss, natürlich! Solange ich eingeladen werde.“ 


Lucas Jakubczyk (GER/60 m), Sechster beim 4. ISTAF INDOOR (9,04):
„Ich habe mich verletzt. Ich weiß nicht, was es ist. Ich habe meine Kniekehle gemerkt. Nach dem Vorlauf war es ein bisschen diffus, und beim Probestart habe ich es auch gemerkt. Dann habe ich im Finale schnell gespürt, dass es keinen Sinn macht, richtig draufzuhauen. Deswegen habe ich abgebrochen. Die Saison ist bislang eine absolute Enttäuschung. Wenn ich mit 6,71 Sekunden zufrieden wäre, wäre ich fehl am Platz.“ 


Gina Lückenkemper (GER/60 m), Dritte beim 4. ISTAF INDOOR
(7,24 Sek.): „Supercool, die Stimmung ist einmalig. Man sieht an den Wahnsinns-Leistungen, wie das die Athleten beflügelt. Mit meinem eigenen Vorlauf bin ich nicht wirklich zufrieden. Das konnte jeder sehen, dass der Start der totale Käse war. Nicht nur die Reaktionszeit, sondern auch technisch hat nichts geklappt. Mit den Zeiten kann ich daher zufrieden sein. Ich habe Potenzial, da geht noch viel mehr. Ich bin gespannt, was es wird, wenn ich endlich mal gut starte. Das war heute eine kleine Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften. Es ist eine geile Stimmung hier. Ich komme sehr gern hierher, will im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein und freue mich schon auf das ISTAF im Olympiastadion am 27. August 2017.“ 


Lisa Mayer (GER /60 m), Fünfte beim 4. ISTAF INDOOR
(7,28 Sek.; Vorlauf: 7,24 Sek./PB): Der Vorlauf war super mit der Bestzeit. Der Auslauf ist extrem kurz, und ich hatte extreme Angst davor. Daher habe ich meine Ferse zwei-, dreimal richtig in den Boden gerammt. Das hat sehr wehgetan, ich war gleich beim Physio. Ich wollte es dann einfach probieren. Während des Laufs ist man wirklich voller Adrenalin. Ich wollte unbedingt laufen, denn die Atmosphäre hier ist der Wahnsinn. Die Lichteffekte und die ganze Stimmung wollte ich mir nicht entgehen lassen. Nochmal eine 7,20er-Zeit ist super, alles gut. Ich laufe sehr konstant auf hohem Niveau. Es fehlt noch der eine Ausrutscher nach oben. Aber vielleicht kommt er nächste Woche. Dann gibt’s ein verdammt heißes Finale. Das Niveau ist in der Breite unglaublich hoch. Man wird mindestens eine 7,30er-Zeit laufen müssen, um ins Finale zu kommen. Wir liegen alle sehr eng beieinander, der kleinste Fehler wird bestraft.“ 


Piotr Lisek (POL/Stabhochsprung), Gewinner beim 4. ISTAF INDOOR (5,86 m):
„Ich fühle mich super, bin aber auch müde. Ich bin nicht wirklich enttäuscht, zufrieden bin ich aber auch nicht. 6.05 m ist eine gute Höhe, aber wenn du das schaffen willst, darfst du dir nicht einen einzigen Fehler erlauben. Heute war ich einfach zu müde, um das zu schaffen. Eventuell hätte es für 5.94 m gereicht. Jetzt werde ich beim Orlan Cup in Polen und bei unseren nationalen Meisterschaften an den Start gehen und dann natürlich zu den Europameisterschaften nach Belgrad fahren. Da will ich eine gute Höhe springen, dann ist auch eine Medaille für mich drin. Ich denke, dass ich so um die 5.90 m dafür springen muss. Das ISTAF INDOOR ist großartig: Der Wettkampf ist perfekt – genau wie das Publikum und der Anlauf, einfach alles. Die Leute hier haben mich echt gekickt.“ 


Thiago Braz da Silva (BRA/Stabhochsprung), Zweiter beim 4. ISTAF INDOOR (5,70 m):
„Ich bin Brasilianer, aber kein Fußballer! Ich hab es mal mit Fußball versucht, war aber kein guter Spieler. Dann habe ich Basketball ausprobiert, aber das Training fand zu weit von meinem Haus statt. Deshalb habe ich dann mit Stabhochsprung angefangen, als ich 14 oder 15 Jahre alt war. Das letzte Jahr, seit ich beim ISTAF INDOOR den südamerikanischen Rekord aufgestellt habe, war absolut großartig. Aber ich habe auch schwer hierfür gearbeitet. Meine Frau Anna unterstützt mich sehr und sie ist auch jetzt mit mir hier in Berlin. Die Trainingsbedingungen im Sportforum Hohenschönhausen sind fantastisch, viel besser als in Italien oder meiner Heimat Brasilien, wo ich sonst trainiere. Ich kann mir vorstellen, für das Training länger in Berlin zu bleiben und hier auch zu wohnen. Ich liebe diese Stadt sehr.“


Raphael Holzdeppe (GER/Stabhochsprung), Dritter beim 4. ISTAF INDOOR (5,70 m):
„Insgesamt bin ich wirklich zufrieden. Denn die vergangenen Tage habe ich kaum trainiert und damit verbracht, meinen Rücken wieder hinzubekommen. In Frankreich bin ich vergangene Woche unglücklich auf die Latte gefallen. Das habe ich die ganze Woche gemerkt. Daher ist das okay. Natürlich ist noch mehr drin, aber das wird bei den Deutschen Meisterschaften kommen. Am Ende kam langsam Rhythmus rein, aber da war es schon zu spät. Dennoch war das Meeting wie immer fantastisch. Nächste Woche möchte ich auf jeden Fall die 5,78 Meter angreifen, die Norm für die Hallen-EM. Das Training läuft gut, ich komme langsam rein. Wenn ich jetzt sechs Tage gut trainieren kann, hoffe ich auf den ersten Hallentitel.“ 


Florian Gaul (GER/Stabhochsprung), Siebter beim 4. ISTAF INDOOR (5,60 m/PB):
„Ich wäre gerne noch die 5,70 Meter gesprungen. Schade. Die langen Wartezeiten haben mir zu schaffen gemacht. Ich habe den Wettkampf dennoch richtig genossen, es hat super viel Spaß gemacht. Das ist das beste Meeting, bei dem ich je gesprungen bin. Ich würde mich freuen, wenn ich nächstes Jahr wieder eingeladen werde. Dieses Feeling nehme ich mit nach Leipzig, und dann sind dort nächste Woche bei den Deutschen Meisterschaften die 5,70 Meter drin.“ 


Ivana Španovic (SRB/Weitsprung), Gewinnerin 4. ISTAF INDOOR (6,87 m/WL):
„Was für ein toller Tag! Ja, das ist echt gut. Und hat wirklich Spaß gemacht. Das Ergebnis ist okay für meinen ersten Wettkampf, die Atmosphäre ist echt super. Eine neue Weltbestleistung – mit diesem Ergebnis kann ich zufrieden sein. Eigentlich wollte ich einen neuen Meeting-Rekord schaffen, aber das hat nicht hingehauen, weil mir die Anlaufoberfläche Schwierigkeiten bereitet hat. Ich werde noch einen weiteren Wettkampf bestreiten, in Serbien, Belgrad. Dort, wo auch die Europameisterschaften stattfinden. Ich kann einfach gar nicht anders, als Gold bei der EM in meiner Heimat zu gewinnen (lacht). Aber unter Druck fühle ich mich deswegen nicht, ganz und gar nicht.“ 


Claudia Salman-Rath (GER/Weitsprung), Zweite beim 4. ISTAF INDOOR (6,76 m/PB):
Ich wusste nicht, dass ich so weit springen kann. Es hat sich einfach gut angefühlt. Ich fühle mich wohl bei den Mädels, ich muss sie einfach mal loben. Und die Stimmung in der Halle war gigantisch. Das habe ich vorher noch nie erlebt. Feuerfontänen und so weiter, super. Ob die Spezialistinnen sauer auf mich sind? Im Sommer mache ich wieder Mehrkampf, da bin ich wieder weg (lacht). Heute lief es einfach. Das Einspringen und das Laufen haben sich schon gut angefühlt. Das war wirklich locker. Es war ein cooler Wettkampf. Wenn man sich wohlfühlt, klappt es einfach. Im letzten Versuch habe ich noch einen rausgehauen. Keine Ahnung, wie das geklappt hat.“ 


Alexandra Wester (GER/Weitsprung), Dritte beim 4. ISTAF INDOOR (6,71 m/SB):
Heute war es wieder richtig cool in Berlin. Das Flair, das hochkarätige Feld. Das Publikum hat uns wieder wahnsinnig gut unterstützt. Dazu konnte man sich die Musik selbst aussuchen. Das sind alles Dinge, die mich pushen. 6,71 Meter sind der Hammer! Im Vergleich zu den vergangenen beiden Wettkämpfen ist das fantastisch. Ich war geduldig. Ich habe mir selbst vertraut und weiß, dass ich auf den Punkt meine Leistung bringen kann. Heute hat das noch nicht ganz geklappt. Es waren viele Sprünge vor dem Brett. Aber der Saisonhöhepunkt kommt noch. Im nächsten Wettkampf möchte ich wieder weiter springen. In diesem Jahr peile ich die sieben Meter an. Die technische Umstellung hat was gebracht, damit kann es so weit gehen. Meine Erkältung heute war kein Problem. Man darf sich da nichts Negatives einreden. Manche pusht das sogar. Das Größte kann man aus der mentalen Stärke rausholen. Deswegen habe ich mir da keinen Kopf gemacht. Die deutschen Weitspringerinnen inklusive Claudia sind momentan extrem stark und talentiert. Es gibt sieben Weitspringerinnen, die 6,70 Meter und mehr springen können. Wahnsinn, das ist super. Außerdem verstehen wir uns super untereinander.“ 


Maryse Luzolo (GER/Weitsprung), Fünfte beim 4. ISTAF INDOOR (6,56 m/PB):
„Am Anfang habe ich mich schwer getan. Aber ich habe Mädels, die mich immer motivieren. Die Stimmung hier hat mich dazu gepusht, so dass ich sogar noch eine neue persönliche Bestzeit geschafft habe. Ich habe gehofft, dass ich Bestzeit springe. Auch wenn ich noch ein bisschen krank bin. Aber ich bin gut drauf. Die Hallen-EM ist ein Thema, aber ich muss um mein Ticket kämpfen. Schon nächste Woche in Leipzig, vielleicht mit der nächsten Bestleistung.“


Christoph Harting (GER/Diskuswurf), Sieger beim 4. ISTAF INDOOR (63,84 m):
Die Stimmung war viel besser als bei Olympia. Spaß pur und eine tolle Plattform für unsere Sportart. Der Abend war gelungen. Was ein perfekter Abend wäre … zu privat. Das war super. Zur Weite: Es war heute nicht mehr drin. Ich hatte mir 65 Meter vorgenommen. Ich war nicht aufgeregt heute, ich habe mich auf heute Abend und die Veranstaltung gefreut. Ich genieße alles, und das Konzert von Wincent Weiss war toll. Mein Trainer ist heute zufrieden. Mein erstes Outdoor-Meeting ist am 13. Mai in Shanghai.“ 


Martin Wierig (GER/Diskuswurf), Zweiter beim 4. ISTAF INDOOR (62,67 m):
Ich bin sehr zufrieden. Ich bin deutlich später ins Wintertraining eingestiegen, erst im November. Dazu habe ich die Saison früh abgebrochen, weil es mit Rio nicht geklappt hatte. Also hatte ich eine sehr lange Pause, das hat meinem Kopf gut getan. Christoph war heute nicht so weit weg. Im Sommer will ich versuchen, den Kampf neu aufzunehmen. Heute war die Stimmung hier mal wieder eine Super-Motivation. Da lohnt es sich, hart an sich zu arbeiten. Ich komme gerne wieder, weil es hier so viel Spaß macht. Man kann es nicht vergleichen mit den Stadionmeetings, weil der Fokus hier voll auf uns Diskuswerfern liegt. Das ist eine Wahnsinns-Plattform für unsere Sportart. Helene Fischer wurde heute ausgetauscht gegen Andreas Gabalier. Nächstes Jahr lasse ich mir wieder was Neues einfallen.“ 


Lukas Weisshaidinger (AUT/Diskuswurf), Dritter beim 4. ISTAF INDOOR (62,23 m):
„Das war Adrenalin pur, unfassbar. Ich komme gern wieder her, wenn ich eingeladen werde. Am Anfang war es sehr aufreibend, weil ich etwas neben mir stand. Dann kam ich besser rein. Es war eine gute Weite; aber weit weg von dem, was ich mir für den Sommer vorgenommen habe.“ 


Martin Seeber (Meetingdirektor):
„Das ISTAF INDOOR hat wieder gezeigt, wie faszinierend und spannend die Leichtathletik sein kann und was für großartige Sportler wir haben. Toll, dass auch an einem Freitagabend die Mercedes-Benz Arena ausverkauft war und 12.600 Fans mitgefiebert haben.“