„Als ich klein war, habe ich das ISTAF immer auf Youtube gesehen“

Robert Sobera spricht über seinen Stabbruch, Christina Clemons über ihre Rekord-Pläne, Arthur Cissé über die ISTAF-Familie und Malaika Mihambo über die weitere Hallensaison.  Alina Spaniol erzählt vom ISTAF SCHOOLS CUP – und Ernest John Obiena, wie sich sein ISTAF-Traum erfüllt hat. Das sagten die Athletinnen und Athleten nach dem ISTAF INDOOR in Berlin:

Ernest John Obiena (Philippinen), Sieger Stabhochsprung (5,80 m): „Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wie ich das gemacht habe. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels und bin sehr glücklich mit den übersprungenen 5,80 Metern. Ich springe immer gern gegen Torben Blech, wir haben immer Spaß miteinander, man vergisst fast, dass es ein Wettkampf ist. Das hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich heute so gut gesprungen bin. Karlsruhe lief nicht gut für mich – und deshalb wollte ich hier umso besser abschneiden. Thiago Braz da Silva ist ein großes Idol für mich, er hat 2016 hier gewonnen. Das ISTAF INDOOR macht einfach Spaß, und ich wollte hier schon immer mal gewinnen. Als ich klein war, habe ich das ISTAF immer auf Youtube gesehen. Es ist verrückt, dass ich heute den Goldenen Bären in der Hand halte. Ich fühle mich wie auf Wolke sieben! Auf den Philippinen ist Leichtathletik kein bekannter Sport, aber ich hoffe natürlich, dass sich das in Zukunft ändert und die Leichtathletik die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.“

 

Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen), Zweiter Stabhochsprung (5,80 m): „Am Montag und Dienstag musste ich nach den 5,86 Metern von Düsseldorf erstmal zur Ruhe kommen, durchschnaufen und die ganzen Nachrichten, über die ich mich sehr gefreut habe, abarbeiten. Ich bin heute sehr zufrieden. Es war mir vorher klar, dass nicht jeder Wettkampf eine 5,86 Meter sein kann. Ziel war es, die Sprünge technisch zu bestätigen. Das ist mir teilweise gelungen. Der 5,80er war ein solider Sprung. Ich bin mit der Höhe zufrieden, mit den Sprüngen insgesamt nur teilweise. Sie sprechen aber dafür, dass ich noch höher springen kann. Ich war 2019 das erste Mal draußen dabei, vergangenes Jahr das erste Mal beim ISTAF INDOOR. Es ist ein cooles Wettkampfformat. Ich komme immer wieder gerne zum ISTAF. Die Musik können wir hier selbst aussuchen. Ich singe dann mit. Das gibt mir Lockerheit, da habe ich Spaß. Ich merke, dass ich manchmal zu aggressiv vor den Sprüngen werde. Da ist diese Musik gut. Ich fahre morgen nach Dortmund und springe dort am Sonntag. Dann gibt es noch einen Trainingsblock vor den Deutschen Meisterschaften. Oleg Zernikel hat eine gute Entwicklung genommen, er kann technisch auf sehr hohem Niveau springen. Wir sind nun vier Leute auf hohem Niveau, das kann uns nur pushen. Jetzt bin ich der Gejagte, diese Rolle nehme ich gerne an.“

 

Oleg Zernikel (ASV Landau), Dritter Stabhochsprung (5,72 m): „Ich bin sehr zufrieden heute. Die Sprünge sind aktuell so gut wie noch nie. Ich habe mich sehr gut weiterentwickelt durch die Arbeit mit Bundestrainer Andrei Tivontchik. Ich fahre dreimal die Woche nach Zweibrücken und trainiere dort mit Andrei und Raphael Holzdeppe. Das hat über die vergangenen zwei Jahre so gut funktioniert, deswegen mache ich es so weiter. Im Training hatte es sich abgezeichnet. Ich bin im Training über 5,70 Meter gesprungen und war davon überzeugt, dass ich das auch im Wettkampf abrufen kann. Es musste irgendwann kommen. Ich habe mir den Sprung über 5,72 Meter noch nicht angeschaut. Aber ich glaube, dass da noch Platz war. Daher bin ich überzeugt, dass ich Druck auf die Jungs vorne machen kann bei den Deutschen Meisterschaften.“

 

Robert Sobera (Polen), Vierter Stabhochsprung (5,62 m): „Das war mein erster Wettkampf dieses Jahr, deswegen lief es auf eine Saisonbestleistung hinaus. Ich war heute während den Sprüngen sehr fokussiert. Bei 5,72 Metern ist mein Stab gebrochen. Ich habe keine Erklärung dafür, es war ein nagelneuer Stab, den ich vorher noch nie angerührt hatte. Ich habe mich natürlich erschreckt und war dann für den Rest des Wettkampfs irgendwie verwirrt. Obwohl meine Hand angeschwollen ist, war es nicht so schlimm wie bei meinem letzten Stabbruch. Deswegen habe ich mich auch dazu entschieden weiterzuspringen. Die weiteren Sprünge waren leider nicht mehr so gut. Dennoch bin ich zufrieden, meine Hand erholt sich bestimmt schnell wieder. Ich behalte Berlin auf jeden Fall trotzdem in guter Erinnerung, das Meeting war wunderbar.“

 

Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), Siegerin Weitsprung (6,77 m): „Es war deutlich besser als in Düsseldorf. Leider hat sich das noch nicht in der Weite gezeigt. Aber ich denke, die ungültigen Sprünge haben das Potenzial gezeigt. Da ist viel da. Heute bin ich froh, dass ich mich gesteigert habe und die Qualität der Anläufe sich verbessert hat. Jetzt gilt es, das Potenzial in den nächsten Wettkämpfen auf die Bahn zu bringen. Dann wird es eine sehr gute Hallensaison. Ich komme mit dem langen Anlauf langsam rein, aber es sitzt noch nicht jeder Anlauf. Das braucht noch Training, aber ich bin zuversichtlich. Ich hatte mich vor dem Wettkampf sehr gut gefühlt. Beim Aufwärmen habe ich gemerkt, dass ich sehr spritzig und reaktiv bin. Das ISTAF INDOOR ist immer ein besonderes Format, da macht es richtig Spaß zu springen. Zwei Siege dazu sind optimal, dazu noch Weltjahresbestleistung. Insgesamt ist es schön, dass überhaupt Wettkämpfe stattfinden können. Auch die Deutschen Meisterschaften, auf die ich mich sehr freue. Bis dahin setze ich einen Trainingsblock, um noch schneller zu werden.“

 

Maryna Bekh-Romanchuk (Ukraine), Zweite Weitsprung (6,64 m): „Der Wettkampf lief sehr gut, aber heute sind mir die Sprünge schwergefallen. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das war mein Saisoneinsteig und ich hoffe, dass der nächste Wettkampf besser wird. Malaika Mihambo war heute wirklich gut in Form. Ich mag das ISTAF INDOOR sehr, vor zwei Jahren wurde ich hier Zweite mit 6,73 Metern. Ich starte neben dem ISTAF in dieser Hallensaison nur noch bei den ukrainischen Meisterschaften. Anschließend möchte ich gerne bei der Hallen-EM starten, das wird dann mein letzter Wettkampf in diesen Winter sein. Es wird sich dieses Jahr vermutlich zwischen Malaika, Ivana Spanovic, Khaddi Sagnia und mir entscheiden, da wir alle bei den großen Meisterschaften springen werden. Ich hoffe, weit zu springen und mich gut auf die Hallen-EM vorbereiten zu können.“

 

Caroline Joyeux (LG Nord Berlin), Achte Weitsprung (6,14 m): „Die ersten Sprünge waren nicht ganz so gut, der 6,14er hat sich dann gut angefühlt. Ich hatte noch mehr drauf, leider konnte ich das durch technische Probleme am Ende nicht zeigen. Im Training hatte es sich angekündigt, dass ich noch weiter springen kann. Die Weitsprung-Wettkämpfe finde ich sehr wichtig. Sie verleihen mir sehr viel Sicherheit, genauso wie der Sprint. Sprünge konstant über sechs Meter sind immer das Ziel, dazu gerne eine Bestleistung. Wenn das klappt, fühle ich mich sicherer im Dreisprung. Ich war heute weniger aufgeregt als beim letzten Mal hier, was wahrscheinlich daran lag, dass das Publikum gefehlt hat. Es hat sich sehr gut angefühlt, hier mitspringen zu dürfen. Bei den Deutschen Meisterschaften starte ich im Dreisprung, dann geht der Fokus voll auf den Sommer.“

 

Maja Mihalinec-Zidar (Slowenien), Siegerin 60 Meter (7,23 sec): „Ich bin zufrieden mit dem Rennen heute und froh, bereits so früh in der Saison so nah an meine Persönliche Bestleistung herangelaufen zu sein. Ich bin bereit für noch schnellere Zeiten und fokussiere mich jetzt auf die Hallen-EM. Ich werde mich bis dahin hoffentlich noch verbessern können. Das Rennen heute war wirklich gut. Die Atmosphäre war super. Natürlich war es nicht dasselbe ohne Zuschauer, aber die Organisatoren haben sich wirklich ins Zeug gelegt, um mit Musik und Licht eine tolle Stimmung zu generieren. Meine Motivation war auf jeden Fall da. Zum Glück kann ich einigermaßen normal trainieren, da wir Top-Athleten unterstützt werden, deshalb konnte ich mich gut vorbereiten. Es gibt noch vieles, an dem ich arbeiten muss, vor allem an meinem Start, daran habe ich bereits hart gearbeitet. Im Training zeigt sich das bereits, ich hoffe, es auch in den nächsten Wettkämpfen abrufen zu können. Bei der letzten Hallen-EM konnte ich ins Finale laufen, das möchte ich dementsprechend natürlich dieses Jahr wiederholen und noch schneller laufen. Das ist schließlich das, was wir alle wollen –immer schneller werden.“

 

Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen), Vierte 60 Meter (7,29 sec): „Alle sind losgerannt – und ich nicht. Den Start habe ich dieses Mal wirklich nicht getroffen. Aber die Zeit ist trotzdem okay, man kann nicht in jedem Rennen Bestzeit laufen.“

 

Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF), Sechste 60 Meter (7,36 sec): „Das ISTAF INDOOR ist mein Heimspiel, eines der schönsten Meetings überhaupt. Ich wollte hier unbedingt meinen Saisoneinstieg machen. Hinten raus war die Schnelligkeit da, am Start müssen wir arbeiten. Aber ich bin definitiv auf dem richtigen Weg.“

 

Christina Clemons (USA), Siegerin 60 Meter Hürden (7,83 sec): „Weltjahresbestleistung mit 7,83 Sekunden – das ist genau das, wofür ich so hart trainiert habe. Ich habe mich eigentlich schon seit der letzten Hallensaison auf diese vorbereitet, um jetzt richtig abzuliefern. Das Rennen lief perfekt, natürlich gibt es immer etwas, an dem man noch arbeiten kann. Ich muss in der Mitte noch etwas aggressiver werden, aber ich bin froh, schon so früh im Jahr so eine gute Zeit gelaufen zu sein. Ich möchte die Hallensaison auch als Vorbereitung auf die Freiluftsaison und die Olympischen Spiele nutzen, will Erfahrung sammeln und einfach schnell rennen. Es war großartig, hier zu laufen, auch ohne Zuschauer, denn ich bin gegen ein sehr starkes und tolles Feld angetreten. Ich komme immer wieder gern hier, jedes Jahr aufs Neue. 2017 bin ich hier sogar meine persönliche Bestleistung gelaufen. Mein Ziel ist es, immer besser zu werden – und deswegen ruhe ich mich auf der Zeit heute nicht aus, sondern strebe gemeinsam mit meinem Trainer den Weltrekord an.“

 

Aaron Mallett (USA), Sieger 60 Meter Hürden (7,64 sec): „Das Rennen lief ziemlich gut, dafür dass ich vorher nur einen Vorlauf hatte. Normalerweise werde ich nämlich von Lauf zu Lauf besser. So aus dem Startblock gekommen zu sein und dann auch noch den starken Ortega und den ganzen Rest des Feldes zu schlagen, war wirklich spitze. Ich konnte das Rennen übers Photofinish für mich entscheiden, anders als in Düsseldorf, jetzt muss ich mich regenerieren und an das Klima in Europa gewöhnen. Dennoch bin ich sehr happy mit der Zeit. Ich arbeite ja nebenher und gebe mein Bestes, alles unter einen Hut zu bringen. Wenn ich nicht arbeite, trainiere ich. Ich hoffe, auch beim ISTAF im September laufen zu können, da ich schon gehört habe, dass das ISTAF ein großartiges Meeting ist. Morgen starte ich bereits beim nächsten Meeting. Ich bin wirklich dankbar, dass ich sowohl beim ISTAF in Düsseldorf als auch heute in Berlin starten durfte, es war großartig!“

 

Nadine Visser (Niederlande), Zweite 60 Meter Hürden (7,90 sec): „Es war ein gutes Rennen, und ich bin zufrieden, vor allem wenn ich an meine vorherigen Rennen denke. Die Zeiten waren leider stets langsamer als das, was ich mir vorgenommen hatte, obwohl ich so gut trainiert habe. Es ist toll, jetzt eine gute Saisonbestleistung stehen zu haben. Ich hoffe, dass die nächsten Rennen noch schneller werden. Natürlich vermisse ich die Zuschauer, aber ich finde, hier wurde trotzdem eine tolle Atmosphäre geschaffen, sodass es sich für uns Sportler fast so anfühlt wie immer. Ich liebe die Musik und die Stimmung und hoffe, beim ISTAF im September wieder dabei zu sein.

 

Orlando Ortega (Spanien), Zweiter 60 Meter Hürden (7,64 sec): „Platz zwei und Saisonbestleistung! Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf heute. Es hat sich gut angefühlt, wieder auf der Bahn zu stehen und zu laufen. Ich hatte in letzter Zeit immer wieder Probleme beim Start, da ist auch immer noch Luft nach oben- Aber ich spüre, dass es in die richtige Richtung geht und blicke sehr optimistisch auf die kommende Saison. Mein Fokus ist natürlich aktuell auf der Hallen-EM und im Sommer auf den Olympischen Spielen. Bis dahin will ich verletzungsfrei bleiben, um dann meine Top-Leistung abrufen zu können.“

 

Nooralotta Neziri (Finnland), Dritte 60 Meter Hürden (7,91 sec): „Finnischer Rekord – ich bin überglücklich. Das war ein Wahnsinns-Rennen, so schnell! Ich dachte, was geht denn hier ab?! Ich liebe das ISTAF INDOOR, war sogar bei der Premiere 2014 dabei. Ich werde nie vergessen, wie ich damals mit der großen Sally Pearson auf der Bahn stand.“

 

Arthur Cissé (Elfenbeinküste), Sieger 60 Meter (6,53 sec): „Das ist fantastisch, diese Zeit. Ich hatte ja bereits den Rekord der Elfenbeinküste, der bei 6,53 Sekunden steht. Ich wäre eigentlich gerne noch schneller gelaufen. Ich freue mich über den Sieg. Es ist schwierig, mich in Deutschland zu schlagen. Ich komme immer wieder gerne nach Berlin. Es ist eine Ehre für mich. Es war einfach ein tolles Rennen. Es ist wie eine Familie für mich. Ich habe alle meine Bestleistungen hier aufgestellt, über 100 Meter und über 60 Meter. Deutschland ist ein Land, das mir wirklich gut liegt. Und ich wäre entzückt, wenn ich wieder kommen dürfte. Nach dem Rennen in Düsseldorf bin ich direkt nach Berlin gefahren. Dafür möchte ich mich bei dem Veranstalter sehr bedanken. Die Hallensaison ist noch nicht zu Ende, ich habe mir noch viel vorgenommen. Ich habe den Afrikarekord von 6,45 Sekunden im Visier. Ich habe noch zwei Rennen in Frankreich vor mir, da könnte er fallen. Wir hoffen, dass das Corona-Virus bald besiegt ist und wir wieder vor Publikum laufen dürfen.“

 

Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Dritter 60 Meter (6,62 sec): „Die 6,62 Sekunden im ersten Lauf waren okay. Dann dachte ich, dass es noch etwas schneller geht. Aber ich hatte Beuger-Probleme. Trotzdem konnte ich rennen, wir haben uns für einen Start entschieden. Der dritte Platz ist gut, die Zeit nicht. Ich werde von Wettkampf zu Wettkampf langsamer. Wir haben jetzt noch zwei Wochen bis zu den Deutschen Meisterschaften, da muss es schneller gehen. Michael Pohl ist ein Meisterschaftsläufer, Julian Reus habe ich immer auf der Rechnung. Bis dahin muss ich am Top-Speed arbeiten und längere Sprints nachholen. Denn aufgrund von Problemen in der Kniekehle fehlen mir diese Läufe über drei, vier Wochen. Das ISTAF INDOOR war wie immer super. Ich hatte Wettkampf-Feeling, die Bahn ist super, die Atmosphäre auch. Es ist immer wieder schön in dieser Arena.“

 

Ricarda Lobe (MTG Manneim), Sechste 60 Meter Hürden (8,19 sec): „Das war heute ein Schritt in die richtige Richtung. Im ersten Lauf war Saisonbestzeit geplant, um sich dann im zweiten Lauf weiter zu steigern. Leider hat das nicht geklappt. Ich habe im ersten Lauf den Start völlig verpennt, weil ich beim Schuss noch in der Fertig-Position war. Dann bin ich hinterhergerannt, das Rennen ist dann gelaufen. Diese Erfahrung muss man manchmal machen. Nach Düsseldorf war ich gut drauf. Ich bin dankbar, dass wir heute zweimal laufen durften. Da kann man im zweiten Lauf noch etwas korrigieren. Ich hatte mich richtig gefreut, hier zu laufen. Bei den Deutschen Meisterschaften geht’s wieder ganz von vorne los. Das Ziel ist, gut drauf zu sein, schnell zu rennen und sein Bestes zu geben. Dann wird man sehen, was rauskommt. Spätestens dann ist die EM-Norm das Ziel. Die Kleinigkeiten, die noch nicht ganz passen, müssen wir bis dahin korrigieren. Vielleicht starte ich am Sonntag in Dortmund, das besprechen wir heute noch.“

 

Erik Balnuweit (TV Wattenscheid 01), Dritter 60 Meter Hürden (7,70 sec): Heute bin ich zufrieden, das hat gut gepasst. Das Ziel war die Norm für die Hallen-EM, das habe ich geschafft mit einer Punktlandung. Auch mit dem Platz bin ich zufrieden. Natürlich wären wir alle gerne ein bisschen schneller gelaufen, aber es war ordentlich. Ich komme immer besser rein in die Saison, das Gefühl ist da. Der Lauf war flüssiger als in Düsseldorf, da hatte ich noch die Berührung zum Nachbarn. Da ist so ein Lauf natürlich schnell vorbei. Das ISTAF INDOOR ist immer eine schöne Veranstaltung, die Halle ist immer super, mit Zuschauern natürlich noch besser, aber wir sind froh, dass wir laufen und uns messen dürfen, auch mit internationaler Konkurrenz. Die Deutschen Hallenmeisterschaften sind immer ein Ziel, gerade für den Verein ist ein Titel wichtig. Am Dienstag starte ich noch bei der World Indoor Tour, um Punkte für die Weltbestenliste zu holen. Nach der DM liegt dann der volle Fokus auf der Hallen-EM.“

 

Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz), Vierte Vorlauf 60 Meter (7,42 sec): „Das ISTAF ist ein extrem cooles Event, deswegen habe ich mich gefreut, hier eingeladen zu werden. Mir hat es Mega-Spaß gemacht, auch die 60 Meter. Auch wenn das jetzt nicht mein bestes Rennen war. Ich bin halt auf den 400 Metern zu Hause, da habe ich nicht so viele Rennen. Aber trotzdem rundherum – es ist ein cooles Meeting. Es hat sich gelohnt, hierher zu kommen. Ich bin unterdistanzmäßig sehr stark und baue das in mein Training ein. Das war heute ein gutes Schnelligkeitstraining, das ich genutzt habe. Und das macht mich auch für die 400 Meter stark. 60 Meter ist noch mehr Show, man hat schnelle Leute um sich rum, das ist cool, das macht mir viel Spaß. Ich habe mich gefreut, hier laufen zu dürfen. Bei den DM laufe ich auf jeden Fall die 400 Meter. Ich möchte meinen Hallentitel aus dem vergangenen Jahr verteidigen und mich für die Hallen EM in Torun qualifizieren. Ich bin auf einem sehr stabilen, hohen Niveau, das freut mich. Ich weiß aber auch, dass ich das noch weiter ausreizen kann. Und hoffe, dann ein schnelles Rennen zu erwischen, wo alles passt.“

 

Deniz Almas (VfL Wolfsburg), Vierter Vorlauf 60 Meter (6,69 sec): „Sehr ärgerlich, dass mir zwei Tausendstelsekunden zum Einzug ins Finale gefehlt haben. Ich wäre gerne nochmal gelaufen, der Vorlauf war nicht optimal. Ich habe aber noch ein paar Möglichkeiten in der Halle, um zu zeigen, was ich kann. Ich bin läuferisch noch unzufrieden und brauche immer ein paar Wettkämpfe, um reinzukommen. Das war vergangenes Jahr in der Halle und im Freien genauso. Wenn du schon 10,0 Sekunden gelaufen bist, ist das für den Kopf nicht einfach. Deshalb muss ich geduldig sein, von Lauf zu Lauf denken und das umsetzen, was ich im Training zeige. Das ISTAF INDOOR war wie immer cool. Eine tolle Veranstaltung mit tollem Drumherum, gerne wieder. Bei den Deutschen Meisterschaften bin ich Titelverteidiger, aber die Konkurrenz ist stark dieses Jahr. Da ist Kevin Kranz, dazu noch weitere Jungs, die um 6,65 oder schneller laufen können. Das wird eine spannende Sache. Vielleicht kann ich mich auch für die Hallen-EM qualifizieren. Die Norm habe ich in den Beinen, ich muss es nur abrufen.“

 

Julian Reus (LC Top Team Thüringen), Fünfter Vorlauf 60 Meter (6,75 sec): „Ich bin nicht zufrieden heute, ich wollte schneller laufen als die 6,68 Sekunden von Erfurt. Daher bin ich jetzt enttäuscht. Eigentlich läuft es im Training gut. Bisher habe ich es aber im Wettkampf noch nicht auf die Bahn gebracht. Jetzt heißt es, das auch im Wettkampf umsetzen zu können. Am Freitag starte ich in Leipzig, dann stehen die Deutschen Meisterschaften an. Erstmal muss ich schnell laufen, vorher brauche ich mir keine Gedanken über Ziele bei den ‚Deutschen‘ oder über die EM-Norm von 6,63 Sekunden zu machen.“

 

James Adebola (SCC Berlin), Sechster Vorlauf 60 Meter (6,84 sec): „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich hier dabei sein durfte. Ich habe mich sehr gut gefühlt und war bereit heute. Der Start war sehr gut, dann bin ich ins Stolpern und dann doch gut ins Laufen gekommen. Im Winter konnte ich ganz normal trainieren und habe insbesondere am Start gearbeitet, dass er flüssig klappt und der Übergang besser läuft. Darin muss ich mich weiter verbessern, auch am Speed werden wir weiter arbeiten. Wenn ich dann locker bleibe, kann es in den nächsten Wettkämpfen noch schneller gehen.“

 

Alina Spaniol (Neuköllner SF); Sechste Vorlauf 60 Meter (7,86 sec): Heute beim ISTAF INDOOR laufen zu dürfen, war großartig. Ich war erst vor ein paar Jahren noch als Schülerin beim ISTAF SCHOOLS CUP dabei und kann gar nicht glauben, jetzt mit den ‚Großen‘ auf der Bahn zu stehen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf, es war ein guter Einstieg in die Saison und einfach ein tolles Erlebnis! Für die Sommersaison habe ich die Deutschen Meisterschaften im Visier, ich möchte natürlich verletzungsfrei bleiben und schneller werden.“

 

Martin Seeber (Meeting-Direktor): „Die Leichtathletik und das ISTAF INDOOR haben in Berlin wieder spektakuläre Geschichten erzählt. In diesen herausfordernden Zeiten freut es mich aber besonders, dass unser detailliertes Hygienekonzept voll aufgegangen ist. Das Feedback der Athleten ist überwältigend und eine Bestätigung dafür, das Meeting mit tollen Partnern in der Sportmetropole Berlin auf die Beine gestellt zu haben.“